VoIP TK-Anlagen

Nachdem sich die ISDN-Vermittlungstechnik nun über 40 Jahre lang gehalten hat, ist die Telekom als größter Netzbetreiber gezwungen, neue Techniken einzuführen. Während Telefonie und Internet bisher auf getrennten Wegen funktionierten – in Form von getrennten Verkabelungen –, verschmelzen diese Netze nun zu einem Netz: dem All IP-Netz. Das Telefonieren erfolgt künftig im Internet über Voice over IP (VoIP).

Das kann weitreichende Konsequenzen haben. Fehlt z.B. der Internetzugang, kann auch nicht telefoniert werden. Aber es bringt auch viele Vorteile mit sich. Als Teilnehmer ist man nicht mehr standortgebunden, sondern kann seine Telefonnummer nun weltweit benutzen. Und zusätzlich werden weitere Dinge möglich, die im klassischen Telefonnetz nicht denkbar gewesen wären. Integrierte Bildtelefonie und Webkonferenz nehmen wir hier mal als Beispiele.

Die Anlage

Frau wählt auf einer VoIP Telefonanlage

Eine VoIP-TK-Anlage läuft auf einem ganz normalen PC oder Server unter einem Windows-, Linux- oder Androidsystem. Als Standard hat sich Linux mit der Softwarebasis Asterisk etabliert. Die Anlagenkonfiguration erfolgt über ein Webfrontend, in dem die Einstellungen für die Anlage verwaltet werden.

Hauptunterschied zwischen verschiedenen asteriskbasierten Anlagen ist die Lizenzierung. Die von uns favorisierte mobydick-Anlage bietet hier eine sehr einfache Lizenzierung. Es gibt genau einen Betrag pro Anwender. Hiermit sind alle Anlagenfeatures abgedeckt und verfügbar. Aufpreise gibt es nur für eine Clusterlösung und ein erweitertes Auswertungsmodul, wie es beispielsweise professionelle Callcenter benötigen.

Das Wesentliche

Junger Mann telefoniert via VoIP mit Headset und PC

Telefonie und Fax. Telefonieren können Sie mit der mobydick, mit einen ganz normalen SIP-fähigen Telefontischapparat und wenn Sie wünschen sogar ganz ohne Telefonapparate, nämlich mit dem PC, der sowieso am Arbeitsplatz vorhanden ist. Dort wird der mobydick-Client gestartet, und Sie telefonieren mit einem Bluetooth oder DECT-Headset in bester Sprachqualität, ohne Platz am Schreibtisch zu verschenken.

Wir bedienen Sie in der Regel mit Tischtelefonen und DECT-Ausrüstung von Snom, einem deutschen Hersteller. Für den Betrieb von analogen oder digitalen Geräten der alten Technik (Fax, Türsprechstelle, etc.) werden Gateways angeschlossen, die diese Technik für Sie verfügbar machen. Der Anschluss eines Faxgerätes ist verzichtbar, denn die mobydick kann auch Faxe empfangen und via Email zustellen. Um Faxe zu versenden, können Sie den Client benutzen.

Die Umstellung

Eisenbahnweiche stellvertretend für Umstellung auf VoIP-Telefonie

In einem oder in zwei Schritten? Die VoIP-Telefonie ist problemlos an Ihrem bestehenden Anschluss aufzuschalten. Diese – manchmal als »sanft« bezeichnete – Migration hat den Vorteil, dass die amtsseitige und interne Änderung nicht gleichzeitig stattfinden und so eventuelle Probleme leichter zu finden sind. Ein Nachteil ist, dass man Gateways für ISDN anschafft, die einige Monate später nach Umstellung der Amtsleitung nicht mehr gebraucht werden.

Wenn gleich alles umgestellt werden soll, wird ein neuer VoIP-Anschluss gelegt, mit diesem die Anlage in Betrieb genommen und später die alte Rufnummer von ISDN portiert. Hierbei entfallen die Anschaltkosten für ISDN-Komponenten. Nachteil: Für zwei bis drei Monate fallen zwei TK-Grundgebühren an. Wir helfen Ihnen, den für Sie günstigsten und praktikablen Weg zu finden. Nutzen Sie hierzu unsere »Vor-dem-Kauf-Beratung«.